Idee bei der Gründung von “EvA”

Impuls von Stefan Mölleney, Leiter des Amtes für Jugend und Familie der Stadt Fulda, im Rahmen der Vernetzungskonferenz am 29. November 2006:

Vielleicht erwarten Sie, dass ein fachlicher Input zu EvA mit den Namen Kevin (Bremen), Jessica (Hamburg), Pascal (Saarbrücken), Jenny (Stuttgart) beginnt. Namen, hinter denen grauenhafte Tragödien stehen, Versagen von Menschen und Behörden.
EvA aber ist älter als diese Schicksale und EvA will mehr als die Neugier und das Interesse von Öffentlichkeit, Politik und Medien an diesen Dramen bedienen;

Denn Millionen von Eltern sorgen gut für ihre Kinder, geben ihnen Liebe, Geborgenheit und eine Chance auf Entfaltung ihrer Gaben und Talente. Sie empfinden Kinder als Freude und Bereicherung und nehmen die Nachteile (materielle und bei der Berufskarriere) in Kauf.

Kinder zu versorgen, zu lieben und zu achten und für ihre gesunde geistige und seelische Entwicklung Sorge zu tragen ist zweifelsohne eine der vornehmsten elterlichen Pflichten. Für diese schwierige und wichtige Herausforderung brauchen Eltern Unterstützung. Es ist eine wichtige Aufgabe des Staates und der Bürgergesellschaft, Eltern bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsverantwortung nach Kräften zu fördern.

Eine kleine Minderheit von Eltern ist nicht oder nicht zureichend in der Lage, ihre Erziehungsverantwortung wahrzunehmen. Gewalt, Vernachlässigungen und Misshandlungen gehören zum Alltag dieser Jungen und Mädchen. Sie erfahren keine ausreichende emotionale Sicherheit, geistige Anregungen und körperliche Versorgung. Förderung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten findet bei diesen Kindern nicht oder nur in Ansätzen statt. Diesen Kindern wird nicht nur ihre Kindheit genommen, auch ihre Seelen, ihre Lebensperspektiven und ihre Zukunftsperspektiven werden nachhaltig belastet oder gar zerstört.

Ihre Eltern brauchen Unterstützung und leicht zugängliche Hilfsangebote, die wirken, ehe sich die Probleme zu Krisen verschärfen.